Satzung des CVJM Wetzlar

Die Satzung regelt die Grundlagen und Ziele, Aufgaben und Mittel.

 

§ 1 Name und Sitz

Der Verein führt den Namen "Christlicher Verein Junger Menschen (CVJM)" und hat seinen Sitz in 35578 Wetzlar, Frankfurter Straße 31 a.


§ 2 Grundlage und Ziel, Aufgaben und Mittel

a) Der Verein bekennt sich zu dem Herrn Jesus Christus als Gottes Sohn und Heiland der Welt und hält das Wort Gottes für die alleinige Richtschnur des Glaubens und Lebens.

Grundlage der Arbeit ist die Basis des Weltbundes der CVJM ("Pariser Basis" von 1855):

"Die Christlichen Vereine Junger Männer haben den Zweck, solche jungen Männer miteinander zu verbinden, welche Jesus Christus nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine Jünger sein und gemeinsam danach trachten wollen, das Reich ihres Meisters unter jungen Männern auszubreiten."

Der Hauptausschuß des CVJM-Gesamtverbandes hat dazu folgende Zusatzerklärung beschlossen:
„Die CVJM sind als Vereinigung junger Männer entstanden. Heute steht die Mitgliedschaft allen offen. Männer und Frauen, Jungen und Mädchen aus allen Völkern und Rassen, Konfessionen und sozialen Schichten bilden die weltweite Gemeinschaft im CVJM. Die Pariser Basis gilt heute im CVJM-Gesamtverband für die Arbeit mit allen jungen Menschen."


b) Der Verein übernimmt für die Erreichung des unter § 2a auf­gezeigten Zieles insbesondere folgende Aufgaben:

1. Sammlung um das Wort Gottes zur Weckung und Vertiefung des Glaubenslebens;
2. Hinführung zu christlicher Gemeinschaft und zu gemein­samem Dienst;
3. Förderung zu körperlich und geistig tüchtigen und sitt­lich gefestigten, christlichen Persönlichkeiten, die in Verein, Familie, Gemeinde und Gesellschaft zu verantwortungsbewußtem Handeln und missionarischem Dienst fähig und bereit sind.


c) Die Mittel zur Erfüllung dieser Aufgaben sind vor allem:
1. Verkündigung des Wortes Gottes;
2. Rat und seelsorgerliche Hilfe in allen Lebensfragen;
3. Missionarische Betätigung;
4. Angebot eines Bildungsprogramms mit Vorträgen, Gesprächs­kreisen und Seminaren;
5. Einrichtung von Büchereien und Leseräumen, Verbreitung von Zeitschriften;
6. Gesellige Veranstaltungen, Feierstunden, Gesang, Musik, Freizeiten, Sport und Spiel;
7. Durchführen von Seminaren für die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern;
8. Beratung der Wehrpflichtigen und Betreuung der Wehr- ­und Ersatzdienstleistenden;
9. Jugendpflege und Jugendsozialarbeit.


§ 3 Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige, kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuer­begünstigte Zwecke" der Abgabenordnung 1977 vom 16. März 1976. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf auch keine Person durch Aus­gaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unver­hältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.


§ 4 Mitgliedschaft

a) Mitglied kann jeder werden, der das 9. Lebensjahr vollendet hat. Mit der Mitgliedschaft wird die Satzung anerkannt. Alle Mitglieder, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, besitzen das aktive Wahlrecht.
b) Das Ausscheiden aus dem Verein erfolgt entweder freiwillig durch Abmelden beim Vorstand oder durch Ausschluß auf Beschluß des Vorstandes (§ 10,2).
c) Jedes Mitglied zahlt einen von der Jahreshauptversammlung festzusetzenden Beitrag.
d) Wer das 9. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, kann als Mitglied der Jungschar am Vereinsleben teilnehmen.


§ 5 Leitung des Vereins

Die Leitung des Vereins liegt in den Händen
a) der Jahreshauptversammlung
b) des Vorstandes.


§ 6 Die Jahreshauptversammlung

Zur Jahreshauptversammlung ruft der Vorstand einmal im Jahr die Mitglieder zusammen, und zwar im 1. Quartal.
Die Jahreshauptversammlung hat insbesondere die Aufgabe, den Vorstand zu wählen, die rechtliche Vertretung des Vereins zu regeln, den Haushaltsplan zu beschließen, die Mitgliederbei­träge festzusetzen, die Jahresrechnung zu prüfen und zu ge­nehmigen, dem Vorstand Entlastung zu erteilen, das Arbeits­programm zu beraten, die Kreisvertreter und Kassenprüfer für jeweils 2 Jahre zu wählen.
Die Einberufung zu der Jahreshauptversammlung ist wenigstens 14 Tage vorher mit Angabe der Tagesordnung durch schriftliche Einladung sowie Aushang im Vereinsheim bekannt zumachen.

Jedes in der Jahreshauptversammlung erschienene Mitglied, das das 16. Lebensjahr vollendet hat, besitzt eine Stimme. Die Vertretung durch Vollmacht ist nicht zulässig.


§ 7 Außerordentliche Mitgliederversammlung

Außerordentliche Mitgliederversammlungen können jederzeit vom Vorstand einberufen werden.
Der Vorstand ist zu einer Einberufung verpflichtet, wenn wenig­stens ein Drittel der stimmberechtigten Mitglieder unter Angabe der zu verhandelnden Punkte dies schriftlich beantragt.
Für die Einladung und das Stimmrecht gelten die Vorschriften von § 6.


§ 8 Beschlußfassung und Wahlen

a) Jede ordnungsgemäß einberufene Jahreshauptversammlung ist unabhängig von der Zahl der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlussfähig.
b) Die Beschlüsse in den vorgenannten Versammlungen werden mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden Stimmberech­tigten gefaßt, mit Ausnahme von § 13 (Satzungsänderung und Auflösung). Bei Stimmengleichheit ist kein Beschluß zustande gekommen.
c) Über die Art der Abstimmung entscheidet - außer bei der Vorstandswahl - die Versammlung selber.
d) Über die geführten Verhandlungen fertigt der Schriftführer einen Sitzungsbericht an, der von ihm unterzeichnet und vom Vorsitzenden gegengezeichnet werden muß.


§ 9 Der Vorstand

Der Vorstand besteht aus 7 Mitgliedern, nämlich
1. dem Vorsitzenden,
2. dem stellvertretenden Vorsitzenden,
3. dem Schriftführer,
4. dem Kassenwart,
5. 3 Beisitzern, die, wenn möglich, aus den Leitern bzw. Mit­arbeitern der einzelnen Abteilungen gewählt werden.
6. Zusätzlich kann der Vorstand Spartenleiter in den Vorstand berufen.

Die Mitglieder zu Pkt. l bis 5 werden in der Jahreshauptversamm­lung für 4 Jahre mittels Stimmzettel gewählt. Bei Stimmengleich­heit erfolgt ein zweiter Wahlgang. Bei erneuter Stimmengleich­heit entscheidet das Los. Alle zwei Jahre scheidet die Hälfte des Vorstands aus. Die zuerst Ausscheidenden werden durch Los bestimmt. Die Ausscheidenden sind wieder wählbar. Scheidet ein Vorstandsmitglied während seiner Dienstzeit aus, so beruft der Vorstand ein Ersatzmitglied bis zur nächsten Jahreshauptversamm­lung. Die Mitglieder zu Pkt. 6 werden für 2 Jahre berufen.

Mitglied des Vorstandes kann jedes Mitglied des Vereins werden, das
1. sich zu dem Herrn Jesus Christus als Gottes Sohn und Heiland der Welt bekennt und das Wort Gottes für die alleinige Richt­schnur des Glaubens und Lebens hält (§ 2a) und
2. mindestens 18 Jahre alt ist.


§ 10 Aufgaben des Vorstandes

Der Vorstand hat die Aufgabe, den Verein zu leiten und darüber zu wachen, daß die in § 2 angegebenen Ziele verwirklicht werden.

Zu den Rechten und Pflichten des Vorstands gehört insbesondere:
1. Die Bildung von Gruppen und Abteilungen sowie die Berufung ihrer Leiter;
2. Die Aufnahme und der Ausschluß von Mitgliedern;
3. Die Einberufung der Jahreshauptversammlung bzw. der außer ordentlichen Mitgliederversammlung und die Festsetzung der Tagesordnung hierfür;
4. Die Aufstellung einer Ordnung betreffend Aufnahme und Aus­schluß von Mitgliedern, Beiträge, Abzeichen usw.;
5. Die Berufung von Spartenleitern in den Vorstand;
6. Ein Arbeitsbericht des Vorsitzenden zur Jahreshauptversammlung.

Der Vorstand versammelt sich mindestens vierteljährlich. Er ist beschlußfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Bezüglich der Art der Abstimmung und der Sitzungsberichte gelten die Bestimmungen in § 8, Absatz 3-5.


§ 11 Gruppen und Abteilungen des Vereins

1. Die Gruppen und Abteilungen unterstehen dem Vorstand. Ihre Leiter werden vom Vorstand berufen. Die Vorschläge der Gruppen und Ab­teilungen sind dabei zu beachten.

2. Die Gruppen und Abteilungen haben kein Sondereigentum an Geld und Gegenständen und dürfen solches auch nicht erwerben. Auch Geld oder Gegenstände, die ausdrücklich einer Gruppe oder Abteilung geschenkt werden, sind Eigentum des Gesamt­vereins.


§ 12 Organisatorische Zugehörigkeit

1) Der Verein ist Mitglied des CVJM-Westbundes. Entsprechend der Bundessatzung ist der Verein verpflichtet, den Bundes­beitrag zu zahlen. Der Verein fühlt sich verpflichtet, die Zeitschriften des CVJM-Westbundes zu fördern und für deren Verbreitung zu sorgen.

2) Mitglieder des Vorstandes des CVJM-Westbundes oder vom CVJM-Westbund beauftragte Vertreter haben das Recht, mit beratender Stimme an den Mitgliederversammlungen und Vor­standssitzungen des Vereins teilzunehmen.
Der Verein wird durch den Vorstand des CVJM-Westbundes einem Kreisverband des CVJM-Westbundes zugeteilt. Er ent­sendet seiner Stärke entsprechend Vertreter in die Kreisver­tretung.

3) Der CVJM-Westbund gehört dem CVJM-Gesamtverband in Deutsch­land e.V. in Kassel an. Der CVJM-Gesamtverband ist dem Weltbund der CVJM in Genf angeschlossen. Der Verein ist als Mitglied des CVJM-Westbundes Teil evangelischer Jugend­arbeit, die in der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (AEJ) ihren Zusammenschluß hat. Er ist durch seine Mitgliedschaft im CVJM-Westbund über den CVJM-Gesamtverband dem Diakonischen Werk - Innere Mission und Hilfswerk - der Evangelischen Kirche in Deutschland als einem Spitzenver­band der freien Wohlfahrtspflege angeschlossen.


§ 13 Änderung der Satzung und Auflösung des Vereins

1) Über Änderungen und Ergänzungen dieser Satzung und über die Auflösung des Vereins entscheidet eine außerordentliche Mitgliederversammlung, bei der wenigstens die Hälfte der stimmberechtigten Mitgliedern anwesend sein muß.

2) Ist die erforderliche Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder nicht anwesend, so ist zur nochmaligen Beschlußfassung über denselben Gegenstand binnen vier Wochen eine zweite Versammlung einzuberufen, welche ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden endgültig entscheidet. Auf diese Be­stimmung muß bei der zweiten Einladung ausdrücklich hinge­wiesen werden.

3) Hierbei sind nur Beschlüsse gültig, denen drei Viertel der anwesenden Stimmberechtigten zugestimmt haben.

4) Jede Änderung dieser Satzung bedarf der Genehmigung des Vorstandes des CVJM-Westbundes.

(Anmerkung: Bei anerkannter Gemeinnützigkeit des Vereins ist die Änderung einer für steuerliche Vergünstigungen wesentlichen Satzungs­bestimmung dem zuständigen Finanzamt mitzuteilen.)


§ 14 Vereinsvermögen

Das Vereinsvermögen muß bis zur Auflösung des Vereins dem Zweck des Vereins dienen. Kein Mitglied hat irgendeinen Anspruch darauf.
Die Abwicklung der Geschäfte nach Auflösung des Vereins obliegt dem zuletzt amtierenden Vorstand.
Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt vorhandenes Vereinsvermögen an den CVJM-Kreisverband Wetzlar - Gießen e.V., der es für eine Arbeit im Sinne des § 2 in Wetzlar verwendet.

Diese Satzung wurde in der Mitgliederversammlung am 12. März 2007 beschlossen und tritt nach Genehmigung durch den Vorstand des CVJM-Westbundes in Kraft.